this post was submitted on 02 Mar 2026
19 points (100.0% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

4986 readers
163 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___

Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 2 years ago
MODERATORS
top 8 comments
sorted by: hot top controversial new old
[–] aaaaaaaaargh@feddit.org 7 points 2 days ago

Ich bin mal gespannt, wann die Jungs von Deloitte mit der nächsten tollen Idee um die Ecke kommen, die Geld spart und Microsoft weiter verankert.

Kurzum: es wird nichts, weil es so nichts werden kann.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 12 points 2 days ago (2 children)

IT ist halt mittlerweile die Infrastruktur, auf der alles läuft. Und es ist absolut zum wahnsinnig werden, dass so viele Entscheider das immer noch nicht gerafft haben und dann dort an genau der falschen Stelle sparen. Ein langsamer Rechner behindert halt hart beim Arbeiten. Menschen verdienen tausende Euro im Monat und müssen dann den ganzen Tag an einer ollen langsamen Möhre hocken, die aktiv den Arbeitserfolg sabotiert. Und mit ein paar Euro für ordentliche Hardware könnte man viel erreichen

[–] luciferofastora@feddit.org 1 point 2 days ago

Das klingt eher, als ob das ein Prozess- und vermutlich dann auch ein verwandtes Software-Problem ist.

Klar, in neue Rechner investieren wäre auch nicht doof. Ich hab von meiner Arbeit eine kräftige Lenovo Workstation bekommen was glaub ~3000€ kostet und 36 Monate Abschreibungszeit hat, also etwas mehr als 80€ pro Monat. Privat würde ich mir das nicht holen, aber professionell ist das ein kleiner Posten. Ich mach aber auch intensive Datentransformationen in-memory, bei denen ich erst bastel und dann optimier.

Für die meisten Anwender reicht wahrscheinlich was deutlich leichteres. Entsprechend wäre ein Hardware-Upgrade vermutlich eine bezahlbare Idee, um wenigstens etwas bessere Performance zu bekommen. Gerade mit Thin Clients braucht es ja prinzipiell nicht arg viel. Umgekehrt müsste man dann für robuste und leistungsfähige Netzwerke und Server sorgen. Bringt nix, wenn der Rechner noch so schnell ist, wenn ich bei einer Remote Desktop Anwendung erstmal nach jedem Klick fünf bis zehn Sekunden warten muss, bis meine Klicks verarbeitet werden...
grummel grummel ich will meine lokale Version zurück

[–] Ooops@feddit.org 2 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (1 child)

Der Trick ist, dass ein paar Euro für bessere Hardware eben auch nicht viel bringen. Man hat ja schon beim Digitalisierungsverfahren selber gespart, damit es das selbe analoge System bleibt, aber jetzt halt PCs um der Benutzung von PCs willen benutzt. Denn sobald man "digitalisiert" hat, kann man ja für noch mehr Sparmaßnahmen argumentieren (nur dafür, haben wir das doch gemacht, oder?).

Deutschland spart, um zu sparen, damit wir mehr sparen können... was woll schon schiefgehen?

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 1 point 2 days ago* (last edited 2 days ago)

Man hat ja schon beim Digitalisierungsverfahren selber gespart, damit es das selbe analoge System bleibt

Schlimmer. Man digitalisiert die Aspekte, die sich einfach digitalisieren lassen (Überprüfung der Einhaltung formaler Regeln), die in der analogen Praxis auch gerne mal links liegen gelassen wurden, um Vorgänge eben unbürokratisch zu erledigen, weil es eh niemand überprüft hat. Sobald jede auch noch so sinnlose formale Regel von einer Software erzwungen wird, führt das zu einer Vervielfachung der tatsächlichen Bürokratie, weil man nicht mehr abkürzen kann.

[–] Ooops@feddit.org 9 points 2 days ago (1 child)

Könnte daran liegen, dass eine digitale Transformation in Deutschland nie das Ziel war. Es ging immer nur um die größte und wichtigeste deutsche Tugend: das (Kaputt-)sparen.

Deshalb werden Verfahren eben nicht vernünftig digitalisiert, mit dem Ziel, dass die effektiver zu handhaben sind oder Bürger leichter Zugriff haben, sondern es wird nur das analoge Scheißverfahren so geändert, dass die Akte jetzt auf einer Festplatte statt im Aktenschrank ist. Denn das kann der Verwaltungangestellte nebenbei (kostet also nicht groß Geld) und das Ziel war eh immer nur "Wir haben 'digitalisert', also können wir jetzt mehr Leute entlassen".

Deutschland ist nach Jahrzehnten der Volksverdummung über Bürokratieabbau (=Arbeitskräfteabbau bis nichts mehr geht, um dann mit dem Märchen der überbordenen Bürokratie Deregulierung durchzudrücken) und Digitalisierung (=Guck, wir benutzen jetzt Computer. Dann brauchen wir die Menschen ja nicht mehr, oder?) längst das europäische Schlusslicht bei den Arbeitskräften im öffentlichen Dienst pro Kopf (etwa halb so viel wie der Durchschnitt, kaum mehr als ein Viertel so viel wie in den Ländern, die immer als positives Beispiel genannt werden) und schreit immer noch danach, mehr kaputt zu machen.

[–] Laser@feddit.org 3 points 2 days ago

Es ging immer nur um die größte und wichtigeste deutsche Tugend: das (Kaputt-)sparen.

Einer meiner Lieblingssprüche aus der Zeit im BAAINBw: wir müssen sparen, koste es, was es wolle.

Rückblickend war das wohl keine Verwendung, in der ich die meisten solcher Weisheiten gesammelt habe, und das in einem Referat, das quasi ein Jahr nach seiner Gründung wieder abgeschafft wurde...

[–] baleanar@discuss.tchncs.de 3 points 2 days ago

Deutschland ist rückläufig, was gibts denn noch neues zu berichten?